Ausbildung zum Fähigkeitsausweis

Akupunktur / Traditionelle Chinesische Medizin

   
Grundausbildung
Grundlagenvermittlung in 17 Grundkursen
Diagnostik
- Körperakupunktur - Arzneimittel - Ohrakupunktur -Diätetik - Tuina - Qigong
Geschichte - Texte - Sprache
   
  
Sonderausbildungen
Tuina, Arztneitherapie, Diätetik, Qigong - Taiji
  
Prüfung für Zertifikat Sonderausbildungen
     
  
Fachausbildung
Praxisbezogener Direktunterricht in 8 Energetikkursen und Selbsstudium
  
  
Prüfung für Basiszertifikat SMS - Modulprüfungen für FMH-Ausweis
    
     
Praxis
Vertiefung und praktische Umsetzung in 13 Praxiskursen
Klinik
Praktische Anwendung in 13 Klinikkursen
     
  
Prüfung für Abschlusszertifikat SMS
      
      
Fortbildung
Klinische Wochen - Praxisseminare - Hospitationen
Studienreisen nach China
      
        

Für Übersicht und Bedingungen
Fähigkeitsausweis in der Schweiz klicken Sie hier.


Grundausbildung

      

G1 Diagnostik I
     
      
ZIEL
In diesem Seminar lernen und erleben Sie, dass die Betrachtung des Menschen mit den Augen der Chinesischen Medizin eine gänzlich andere ist als die unsrige. Die Chinesen haben eine energetische Vorstellung vom Menschen und verstehen die lebendigen Phänomene, auch die pathologischen, als Entsprechungen eines universellen Wirkgefüges. Diese völlig andere diagnostische Perspektive kann für uns westliche Ärzte eine enorme Bereicherung sein und uns völlig neue Möglichkeiten eröffnen.
THEORIE Die Erstellung einer chinesischen Diagnose ist Voraussetzung für eine effektive Therapie mit Akupunktur oder chinesischen Arzneimitteln. Sie erfahren praxisnah, wie eine chinesische Diagnose erstellt wird. Sie hören von der Funktionsorientiertheit der traditionellen chinesischen Medizin und ihrer Komplementarität zur westlichen Medizin. Ausführlich erörtert werden die Begriffe Yin und Yang, die fünf Wandlungsphasen und das "Qi", die Lebensenergie. Das Verständnis der Physiologie geht auf die Kenntnis der einzelnen funktionellen Bereiche (orbes) zurück. Ein pathologisches Verständnis ist nur mit Hilfe der acht Leitkriterien und der krankheitsauslösenden Agenzien möglich.
PRAXIS Am ersten Wochenende steht zur Demonstration der Praktikabilität die Zungendiagnostik im Vordergrund. Dargestellt an Probanden, mit Bildern und Kasuistiken.
      

    

G2 Diagnostik II
     
    
ZIEL
In diesem Seminar erlernen Sie die Erstellung einer umfasssenden chinesischen Diagnose unter Einbeziehung der Puls- und Zungendiagnostik. Anhand Ihrer chinesischen Diagnose entwerfen Sie eine erste therapeutische Strategie.
THEORIE Zunächst geht es um eine Vertiefung der vier diagnostischen Verfahren. Dieses Mal steht die Pulsdiagnose im Vordergrund. Charakteristische Pulsbilder werden vorgestellt und ausführlich betrachtet. Ebenso die Verbindung zu den Leitkriterien und Agenzien sosie die orbis-spezifischen Pulse.
PRAXIS Das zentrale Thema ist an diesem Wochenende das intensive Einüben der Pulstastung unter Anleitung. In der Praxis der Diagnostik sind die vier diagnostischen Verfahren (Befragung, Bewertung durch Geruch und Gehör, Betrachtung und Betastung) von fundamentaler Bedeutung.
          

      

G3 Systematische Akupunktur I
      
     
ZIEL
In diesem Seminar lernen Sie erstens die geordnete Struktur des Verfahrens kennen, zweitens zeigen wir Ihnen, wie auf der Basis einer chinesischen Diagnose eine schlüssige und erfolgversprechende Akupunkturstrategie entworfen werden kann, drittens werden Sie in die praktische und ganz konkreteAnwendung ausgewählter, besonders wichtiger Akupunkturpunkte eingeführt.
THEORIE Die Lehre von den einzelnen Akupunkturpunkten - die Foraminologie - zeigt, wie eine
differenzierte klinische Erfahrung und anschliessend eine unterschiedliche Wertung der einzelnen Akupunkturpunkte zu einem hierarchischen Gebäude führt, welches den praktischen klinischen Einsatz erleichtert. Die Lehre von den Leitbahnen zeigt die Anbindung an die verschiedenen Funktionskreise (orbes). An diesem ersten Wochenende steht die Erarbeitung des ersten Leitbahnzyklus mit den Hauptleitbahnen der orbes pulmonalis, intestini crassi, stomachi et lienalis (der Funktionsbereiche "Lunge", "Dickdarm", "Magen", "Milz-Pankreas") im Vordergrund.
PRAXIS Bestimmung der Topographie an Probanden, Auffindung wichtiger Akupunkturpunkte.
    

    

G4 Systematische Akupunktur II
    
      
ZIEL
In Weiterführung des Seminars SYSTEMATISCHE AKUPUNKTUR I lernen Sie unter besonderer Betonung der klinischen und praktischen Bedeutung weitere Leitbahnzyklen kennen:
THEORIE Der zweite Zyklus mit den Leitbahnen der orbes cardialis, intestini tenuis , vesicalis, renalis ("Herz", "Dünndarm", "Blase", "Niere"), sowie der dritte Zyklus mit den Leitbahnen der orbes pericardialis, tricalorii, fellea, hepatica ("Pericard", "Drei-Wärmebereiche", "Galle", "Leber"). Die wichtigsten Punkte für die ärztliche Praxis werden besonders hervorgehoben und eingeübt. Die Praxisrelevanz steht zu jeder Zeit im Vordergrund. Abgeschlossen wird die Betrachtung durch die Darstellung der unpaarigen Leitbahnen in der Mittellinie des Körpers (ss. regens et respondens).
PRAXIS Erste Einführungen in die praktische Nadelstichtherapie runden die beiden Akupunkturseminare ab. Klinische Beispiele und Ausführungen aus der ärztlichen Praxis bilden den Leitfaden beider Akupunkturseminare.
- Auffinden der Punkte
- Bestimmung der Topographie
- Erleben der Sensibilität an sich selber und an Probanden
     

     

G15 Systematische Akupunktur III
    
      
In Vorbereitung

     

G5 Chinesische Arzneitherapie I
     
     
ZIEL
Ziel des Grundseminars ist es, Ihnen erstens die innere Ordnung der chinesischen Pharmakopoe nahezubringen, damit Sie sich darin orientieren können, zweitens, Ihnen zu zeigen, dass auf der Basis einer chinesischen Diagnose eine sinnvolle und erfolgversprechende Auswahl bestimmter Arzneimittel getroffen werden kann, und drittens, Sie an die ganz praktische und konkrete Anwendung bestimmter wichtiger und häufiger Arzneimittel heranzuführen.
THEORIE Das bei weitem häufigste und gebräuchlichste therapeutische Verfahren in der chinesischen Medizin ist die Anwendung chinesischer Arzneimittel. Es handelt sich um Einzelmittel, in der Regel Pflanzenteile (Blätter, Rinden, Wurzeln etc.) oder um mineralische und tierische Substanzen. Die Schlüssigkeit und innere Ordnung der chinesischen Pharmakopoe soll Ihnen analog zum Paradigma der chinesischen Diagnostik nahegebracht werden.
PRAXIS Der Zugang zur chinesischen Pharmakopoe wird durch kleine praktische Übungen, wie den Entwurf von Rezepturen bei häufigen Erkankungen (z.B. grippaler Infekt) erleichtert. Klinische Beispiele in grosser Zahl verdeutlichen die erfreulich leichte Umsetzbarkeit der chinesischen Arzneimitteltherapie in der Praxis.
      

     

G6 Chinesische Arzneitherapie II
    
      
ZIEL
Da der chinesische Arzneimittelschatz sehr gross ist (ca. 3.000 Spezialitäten), benötigen wir auch für die konzentrierteste Auswahl (ca. 100 Spezialitäten) mindestens zwei Wochenenden. Weiterhin sollen Sie den Weg von der Zusammenstellung der Arzneimittel zu einem Rezept erfahren.
THEORIE Im Verlauf dieses Seminares lernen Sie einerseits klassische Rezepturen kennen, andererseits erlernen Sie die Zusammenstellung einzelner ausgewählter Heilmittel zu einem Rezept.
PRAXIS Praktische Hinweise zum Umgang mit den Arzneimitteln (Rohdrogen) oder auch ihre Verwendung als Pulver oder Granulate runden Ihr Arzneimittel-Grundwissen ab.
         

     

G7 Sonstige Akupunkturverfahren I
     
     
ZIEL
In diesem Seminar erlernen Sie die Grundbegriffe der Aurikulomedizin und erfahren, welche Möglichkeiten die Ohr-Akupunktur bietet.
THEORIE Somatotropische Mikrosysteme. Die Kartogprahie des Ohres. Neurophysiologische und anatomisch-funktionelle Zusammenhänge zwischen Ohr und Körper.
PRAXIS Suche der Punkte am Ohr mit dem Punktsuchgerät. Therapie. Praktische Übung an Kollegen.
        

      

G8 Sonstige Akupunkturverfahren II      
           
      
ZIEL
Im zweiten Teil des Seminares lernen Sie den RAC-Puls nach Noriche-Legier kennen und erfahrenmehr über die Verbindungen zwischen Aurikulomedizin und Körperakupunktur. Sie erhalten ausserdem eine gründliche Einführung in die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie über das Ohr mit Hilfe des RAC:
THEORIE Erlernen des Pulses nach Leriche-Nogier (RAC). Bedeutung von Oscillation, Inversion, Lateralität, Störfeldern.
PRAXIS Praktische Übung des bisher gelernten an Probanden. Das gesamte Wissensgebiet wird angewandt. Kontrollierte Körperakupunktur. Bessere Punktsuche und Punktauswahl in der
Körperakupunktur mit Hilfe des RAC.
      

    

G9 Chinesische Diätetik I
    
      
ZIEL
Dieses Seminar will Ihnen vermittels einer Darstellung der wichtigsten Lebensmittelgruppen Einblick in die Wirkweise der chinesischen Diätetik vermitteln. Darüber hinaus werden einzelne, gebräuchliche Lebensmittel ausführlich besprochen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sie die chinesische Diätetik erfolgreich in Ihre tägliche klinische Praxis integrieren können.
THEORIE Zunächst werden die Besonderheiten der chinesischen Diätetik dargestellt und diese dann mit den anderen therapeutischen Verfahren der chinesischen Medizin verglichen, wobei besonders die starken Übereinstimmungen mit der Arzneitherapie in den Vordergrund gestellt werden.
PRAXIS Zu häufigen Krankheitsbildern (z.B. grippaler Infekt) werden empfehlenswerte Lebensmittel genannt und deren Zubereitungsarten erläutert. Des weiteren werden gemeinsam einfache Rezepturen entwickelt.
        

    

G10 Chinesische Diätetik II
    

      
ZIEL
Wegen der Vielzahl der in der Diätetik verwendbaren Lebensmittel soll die Besprechung einzelner Nahrungsmittel in diesem Seminar fortgesetzt und ihre Wirkungen miteinander verglichen werden. Weiterhin werden schwerpunktmässig die Genussmittel und ihre Wirkung aus der Sicht der chinesischen Medizin erörtert und weitere, etwas komplexere Krankheitsbilder (z.B. Neurodermitis) und ihre diätetische Behandlung besprochen.
THEORIE Ausser der Wirkweise einzelner Lebensmittel stehen in diesem Seminar die Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Krankheit und Ernährung aus der Sicht der chinesischen Medizin im Vordergrund und werden eingehend erläutert.
PRAXIS Neben praktischen Hinweisen zur Anwendung von Lebensmitteln bei bestimmten Erkrankungen, sollen auch Empfehlungen für eine gesunde alltägliche Ernährung gegeben werden.
     

     

G11 Tuina I
        
   
ZIEL Schwerpunkt dieses Kurses ist das Erlernen einiger grundlegender Tuina-Handtechniken und deren praktische Erprobung. Zugleich werden die Besonderheiten der chinesischen manuellen Therapie Tuina im Vergleich zur westlichen Massage und zu den anderen Therapiearten der chinesischen Medizin aufgezeigt.
THEORIE Vermittlung der theoretischen Grundlagen der Tuina-Therapie und deren Wirkungsweise vor dem Hintergrund der chinesischen Medizintheorie.
PRAXIS Erlernen grundlegender Handtechniken und deren klinischer Anwendung bei einfachen Krankheitsbildern (z.B. Rückenschmerzen).
    

    

G12 Tuina II
      
   
ZIEL Die im ersten Kurs erlernten Handtechniken werden wiederholt und vertieft sowie mit einigen neuen Techniken ergänzt. Diese praktischen Kenntnisse werden gezielt bei speziellen Krankheitsbildern eingesetzt und Behandlungsstrategien entwickelt, z.B. bei Kopfschmerzen, Schulter-Arm-Syndrom.
THEORIE Weitere Vermittlung der theoretischen Grundlagen der Tuina-Therapie und deren Anwendungsgebieten.
PRAXIS Vertiefung der bereits bekannten und Erlernen weiterer grundlegender Handtechniken und deren klinischer Erprobung bei ausgewählten Krankheitsbildern.
     

      

G13 Qigong I
      
    
ZIEL In diesem Kurs werden die Grundlagen des medizinischen Qigong vermittelt. Anhand einer exemplarischen Qigong-Übung werden die wichtigsten Komponenten des Qigong (Atmung, Bewegung und Konzentration) und seine Wirkweise eingehend erläutert. Dabei steht das eigene, konkrete Wahrnehmen des Qi im Vordergrund, was auch für andere Therapiearten der chinesischen Medizin, besonders für die Akupunktur, eine unerlässliche Erfahrung darstellt.
THEORIE Vermittlung der Grundbegriffe des Qigong und Erläuterung der Wirkweise des Qigong vor dem Hintergrund der chinesischen Medizintheorie. Vorstellung von Krankheitsbildern, bei denen Qigong besonders angezeigt ist.
PRAXIS Erwerb von Basiskenntnissen in den "Kranich-Übungen" ("Qigong in Bewegung") sowie in einigen grundlegenden Übungen des "Qigong in Ruhe".
    

     

G14 Qigong II
      

ZIEL In diesem Seminar werden die im ersten Kurs erlernten "Kranich-Übungen" vertieft, die Technik und die Wahrnehmung des Qi verfeinert.
THEORIE Die einzelnen Übungsteile der "Kranich-Übungen" werden nach ihrer Wirkweise und ihrer Zuordnung zu den einzelnen Funktionskreisen und Leitbahnen analysiert, was durch die notwendige praktische Erfahrung erst nach einer gewissen Übungsdauer möglich ist.
PRAXIS Vertiefung der "Kranich-Übungen" und Erläuterung von konkreten Veränderungsmöglichkeiten in der Technik bei bestimmten Krankheitsbildern.
     

     

G16 u. G17  Geschichte - Texte - Sprache
     
     
Zum Verständnis der chinesischen Medizin sind Grundkenntnisse der Geschichte, der wichtigsten klassischen Texte und der Sprache bzw. der medizinischen Terminologie unerlässlich. Fast alle Texte zur chinesischen Medizin, ob in westlichen Sprachen oder in Chinesisch, greifen häufig auf Zitate aus klassischen Werken zurück. Neben dem berühmten "Inneren Klassiker des Gelben Fürsten" (Huangdi Neijing), auf den sich fast alle modernen Bücher der traditionellen chinesischen Medizin beziehen, gibt es eine Reihe weiterer grundlegender Werke, die die Entwicklung der chinesischen Medizin ganz wesentlich geprägt haben.
ZIEL Vermittlung eines Überblicks über die wichtigsten klassischen Schriften der chinesischen Medizin, Beleuchtung des Inhalts und der praktische Relevanz und Betrachtung in historischen Zusammenhang. Zugleich werden Grundkenntnisse über die Struktur der chinesischen Schrift und Sprache und speziell zur Terminologie der chinesischen Medizin vermittelt.
THEORIE Die chinesische Sprache ist ein Schlüssel zum Verständnis der chinesischen Medizin. Schon relativ früh hat sich in China eine medizinische Kunstsprache entwickelt, deren Übersetzung in westliche Sprachen relativ schwierig ist und bisher sehr uneinheitlich erfolgte. Aus diesen Gründen erachten wir es als sinnvoll, ärztlichen Anwendern der chinesischen Medizin auch Einblick in die Komplexität und Bildhaftigkeit der chinesischen Sprache zu vermitteln.
Es sind keinerlei Vorkenntnisse der chinesischen Sprache erforderlich.
PRAXIS Grundsätzlich werden in diesem Seminar alle drei Aspekte: klassische Texte und ihre historische Einbettung sowie Grundzüge der chinesischen Sprache bzw. Terminologie behandelt.
Aufgrund der Fülle des zu vermittelnden Stoffes, legen wir jedoch die Schwerpunkte entweder auf den Komplex Texte/Geschichte oder auf den Komplex Sprache/Terminologie.       

 

 


Sonderausbildungen

In Vorbereitung.


Fachausbildung

Am jeweiligen Wochenende wird die Physiologie, Pathologie und Therapie der einzelnen Funktionsbereiche und ihrer Leitbahnen vorgestellt. Mit klinischen Beispielen und Fallvorstellungen wird die Bedeutung für die Praxis erläutert. Sämtliche relevanten therapeutischen Verfahren, wie Akupunktur, Arzneimitteltherapie und auch die chinesische Diätetik, werden ausführlich behandelt.

 

DER LUNGEN-FUNKTIONSBEREICH orbis pulmonalis
Erkrankungsbeispiele: Sinusitis, Bronchitis, Laryngitis, Asthma, Otitis, Hauterkrankungen,
Schulter-Arm-Syndrom, Tennis-Ellbogen, Fazialisparese, Trigeminus-Neuralgie, Gesichtsneuralgie,Hemiparese

DER MITTEN-FUNKTIONSBEREICH orbis lienalis / stomachi
Erkrankungsbeispiele: Gastritis, Ulcus duodeni ventriculi, Obstipation, Diarrhoe, Gallenerkrankungen, Erschöpfungszustand, Adipositas, rheumatische Erkrankungen

DER LEBER-FUNKTIONSBEREICH orbis hepaticus
Erkrankungsbeispiele: Kopfschmerzen, Migräne, Krampfleiden, gynäkologische Erkrankungen, Ischialgie, Coxartrhose, Schwindel, venerische Erkrankungen, Coniunctivitis

DER HERZ-FUNKTIONSBEREICH orbis cardialis
Erkrankungsbeispiele: Angina pectoris, Dyskardie, Hypertonus, Hypotonus, Kollapsneigung, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, HWS-Syndrom

DER NIEREN-FUNKTIONSBEREICH orbis renalis
Erkrankungsbeispiele: Urologische Erkrankungen, Cystitis, Prostatitis, Lumbalgie, LWS-Syndrom

YIN-AGENZIEN
Die Agenzien algor ("Kälte") ariditas ("Trockenheit") humor ("Feuchtigkeit") werden als Yin-Agenzien bezeichnet. In diesem Seminar werden die typischen Krankheitsbilder dargestellt. Patientenvorstellungen vertiefen den klinischen Eindruck. Zusätzlich zu den genannten Agenzien wird pituita ("Schleim") besprochen und die entsprechende Klinik erörtert. Zu allen Agenzien wird an Fallbeispielen die Therapie (Akupunktur, Arzneitherapie, Diätetik) gezeigt.  

YANG-AGENZIEN
Zu den Yang-Agenzien zählt man ventus ("Wind") aestus ("Hitze") ardor ("Glut"). Die durch diese Agenzien hervorgerufen klinischen Bilder werden erläutert und sämtliche Therapiemöglichkeiten aufgezeigt. Vorstellungen entsprechender Patienten runden das Seminar ab und sorgen für Praxisnähe.

FLUSS DES QI UND XUE
Die aktive Energie, das Qi und die stoffliche Energie, das Xue bilden die energetischen Grundpfeiler des Individuums. Die Vorstellung vom harmonischen Fluss dieser Energieträger im Leitbahnsystem ist ein zentrales Bild der chinesischen Medizin. Die entsprechenden pathophysiologischen Veränderungen, die sich aus einem gestörten Fluss ergeben, etwa durch Verlangsamung des Flusses, durch Stagnation, Stase aber auch durch Beschleunigung und Überdynamik spielen in der Klinik eine ganz entscheidende Rolle. Viele Krankheitsbilder lassen sich nur durch derartige Bilder richtig verstehen und somit auch erfolgreich therapieren. In diesem Seminar werden die relevanten Krankheitsbilder besprochen. Fallvorstellungen machen die Prinzipien anschaulich, und Sie werden sehen, dass dieser Verständnisbaustein für die praktische Arbeit unabdingbar ist.

      


Praxis

     

LEITBAHNENENERGETIK I, AKU-PUNKT SUCHE I

Die in der Akupunktur-Therapie verwendeten Einfluss-Orte (Aku-Punkte) befinden sich aufgereiht auf definierten energetischen Bahnen. Diese Leit-Bahnen unterliegen einer eigenen Ordnung und energetischen Bewertung.
Die energetische Beurteilung einer Leitbahn (ob "öffnend", "schliessend" oder "angelpunktartig") hat für die Praxis der chinesischen Medizin zentrale Bedeutung. In diesem Seminar wird das Netz aller Leitbahnen erörtert und die energetische Bedeutung jeder einzelnen Leitbahn besprochen.
Im praktischen Teil werden die Leitbahnen des ersten Zyklus (Yin maior - Splendor Yang) am Probanden ertastet, die klinisch wichtigsten Aku-Punkte von jedem Teilnehmer palpiert und im energetischen Kontext mit strengem Bezug zum ärztlichen Alltag in ihrer klinischen Bedeutung ausführlich kommentiert. 

LEITBAHNENENERGETIK II, AKU-PUNKT SUCHE II
Der zweite Leitbahnzyklus (Yin minor - Yang maior) und der 3. Leitbahnzyklus (Yin flectens - Yang minor) werden entsprechend dem vorherigen Seminar durchgearbeitet . Im Zentrum steht die praktische Arbeit. Am Probanden werden die Leitbahnen ertastet und die klinisch wichtigsten Aku-Punkte in der genannten energetischen Bedeutung für den praktisch tätigen Arzt intensiv besprochen.

LEITBAHNENENERGETIK III, UNPAARIGE LEITBAHNEN
In Vorbereitung.+

KLASSISCHE CHINESISCHE REZEPTUR I
Seit frühester Zeit haben sich in der chinesischen Medizin bewährte Rezepturen als Bausteine der Therapie herausgebildet. Viele dieser klinisch bedeutsamen Arzneimittelzusammenstellungen gelten heute als geradezu klassisch. Klassische Rezepturen sind häufig nach bestimmten Regeln aufgebaut und die Gesamtheit der Rezepturen ist ähnlich geordnet wie die Pharmakopoe. Die wichtigsten Rezepturen soll der Hörer in ihrer Zusammensetzung verstehen und für den praktischen Gebrauch schliesslich verfügbar haben.

KLASSISCHE CHINESISCHE REZEPTUR II
In der Literatur werden über 10.000 klinische Rezepte erwähnt. Bis zum Ende dieses zweiten Seminars sollte der Hörer die ca. 50 wichtigsten Arznei-Zusammenstellungen erfahren haben. Die Bedeutung für den ärztlichen Alltag ist erheblich, da besonders die Rezepturen die Erfahrungen der alten Ärzte in sich bündeln.

SPEZIELLE PULS- UND ZUNGENDIAGNOSTIK
Puls- und Zungenbefundung sind entscheidende Bausteine der chinesischen Diagnostik. In diesem Seminar werden die klassischen Pulsbilder hergeleitet, im diagnostischen Kontext dargestellt und in der Ikonographie beschrieben. Ganz wichitg: das praktische Einüben findet ausgiebig im Seminar statt.
Die Zungendiagnostik ist der zweite, wesentliche Baustein. Im Zusammenhang mit den Leitkriterien und Agenzien werden die Zungenveränderungen erörtert, klinische Bilder werden untersucht, an Bildmaterial wird die klinische Vielfalt dargestellt. Gruppenarbeit rundet dieses Seminar ab.

CHINESISCHE DIÄTETIK: KLASSISCHE REZEPTUR I
In Vorbereitung.

CHINESISCHE DIÄTETIK: KLASSISCHE REZEPTUR II
In Vorbereitung.

SPEZIELLE AKUPUNKTUR-TECHNIK
Beim Akupunktieren steht die Nadelstichtechnik in der Hierarchie des ärztlichen Handelns ganz oben. Nachdem eine Diagnose gestellt wurde, nachdem die richtige Leitbahn ausgewählt wurde, nachdem auf der Bahn der richtige Akupunkturpunkt gewählt wurde, muss jetzt mit der richtigen Technik ein therapeutischer Erfolg erreicht werden. In diesem Seminar werden die verschiedenen klassischen Techniken mit der Akupunkturnadel erörtert und auch geübt. Die zentralen Begriffe wie "de qi" (Erreichen des Qi) sowie auch das "ho qi" (Warten auf das Qi) werden nicht nur besprochen, sondern ihrer Bedeutung gemäss an den zentralen Ort gestellt.

SUCHT- UND SCHMERZTHERAPIE
In Vorbereitung.

AKUPUNKTUR SOMATOTOPIEN
In Vorbereitung.

PRAXIS DER SOMATOTOPIEN I
In Vorbereitung.

PRAXIS DER CHINESISCHEN DIÄTETIK
In Vorbereitung.

    


Klinik

     

NEUROLOGIE
Die häufigsten neurologischen Erkrankungen sind Schmerzsyndrome. Zu diesen schmerzhaften Erkrankungen zählen zuvorderst Kopfschmerzen und Migräne, aber auch neuralgische Schmerzen im sonstigen Körperbereich. Weiterhin wird jedoch auch über neurologische Schädigungen, z.B. nach apoplektischem Insult mit Paresen, Parästhesien und Plegien gesprochen. Ebenfalls wird an klinischen Beispielen der Multiplen Sklerose die Wirksamkeit der chinesischen Medizin bei korrektem Einsatz dargestellt werden. 

SINNESORGANE
Bei den Erkrankungen des Ohres steht der Tinnitus, allein wegen der klinischen Häufigkeit, sicher im Vordergrund, wobei aber auch über entzündliche Erkrankungen des Ohres und die Hypakusis geredet werden wird. Diese Erkrankungsbilder werden aus der Sicht der chinesischen Medizin dargestellt, die therapeutischen Wege werden aufgezeigt, die klinischen Ergebnisse demonstriert.
Bei den Augenerkrankungen stehen die Konjunktivitis, entzündliche Augenerkrankungen, aber auch die Retinitis, und andererseits Glaukom und Katarakt im Zentrum der Betrachtung. An diesen Störungen wird die Effektivität der chinesischen Medizin bei Erkrankungen der Sinnesorgane demonstriert. 

MAGEN-DARM-ERKRANKUNGEN
Von der weitverbreiteten Oberbauchsymptomatik bis hin zu Obstipationsneigungen, Tendenz zu Diarrhoe oder dysenterischen Beschwerden werden hier die diversen Entgleisungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes besprochen. Das therapeutische Arsenal bedient sich neben der Arzneitherapie natürlich sehr stark der Diätetik, und es wird gezeigt, wie mit diesem therapeutischen Vorgehen gute klinische Ergebnisse erzielt werden können. 

UROLOGIE
Entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege, aber auch dysurische Beschwerden bis hin zu einer Schwächesymptomatik wie Enuresis werden in diesem Seminar ausführlich besprochen. Sie werden sehen, dass die chinesische Medizin bei exakter Diagnostik und gutem Einsatz des gesamten therapeutischen Arsenals bei den genannten Beschwerden sehr wirksam ist. An Patienten wird die therapeutische Effektivität dargestellt werden. Ausführlich erläutert wird die Problematik der Sterilität.  

BEWEGUNGSAPPARAT
Der häufigste Krankschreibungsgrund in der westlichen Welt sind Beschwerden des Bewegungsapparates, insbesondere solche des Rückens. Deshalb legen wir hier auf die Therapie der Wirbelsäulenbeschwerden einen besonderen Schwerpunkt. Aber nicht nur HWS- und LWS-Syndrome sondern auch Schulter-Arm-Syndrom, Epicondylitis, coxarthrotische Beschwerden, gonarthrotische Beschwerden kommen hier zur Sprache. Es wird gezeigt, dass die chinesische Medizin bei den Beschwerden des Bewegungsapparates sehr effektiv und aussichtsreich eingesetzt werden kann. Natürlich steht hierbei die Akupunktur im Vordergrund.  

HERZ-KREISLAUFERKRANKUNGEN
Bei so häufigen Krankheitsbildern wie Hypertonie und Hypotonie aber auch der viel gewichtigeren koronaren Herzerkrankung, vermag die chinesische Medizin erheblich Hilfestellungen zu leisten. Es wird gezeigt, dass bei Patienten mit pektanginösen Beschwerden oder bei Patienten nach Herzinfarkt die chinesische Medizin bei korrektem Einsatz sehr effektiv wirken kann. Patientendemonstrationen zu diesen Erkrankungsbildern betonen die klinische Relevanz. 

STOFFWECHSELERKRANKUNGEN
In diesem Seminar wird gezeigt, dass die chinesische Medizin auch bei manifesten, sonst schwer therapierbaren Stoffwechselerkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen oder auch Diabetes mellitus einen sinnvollen therapeutischen Ansatz zeigen kann. Dieses alles wird aus der Sicht der chinesischen Medizin erläutert und mit Patientendemonstrationen erhärtet.
In diesem Zusammenhang wird auch die klinische Problematik der Adipositas besprochen und die therapeutischen Richtlinien werden aufgezeigt. Weiterhin wird auf Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises eingegangen. 

DERMATOLOGIE
Aus der Sicht der chinesischen Medizin werden häufige Hauterkrankungen dargestellt. So entzündliche Hautkrankheiten wie Ekzeme, Exantheme, Pusteln, Furunkel, Akne. Allergische Prozesse werden im Kontext der chinesischen Medizin von der Diagnose bis zur Therapie erörtert. Trockene juckende Exantheme wie neurodermitische Erkrankungen werden ebenfalls mit Patientendemonstrationen dargestellt.  

ATEMWEGSERKRANKUNGEN
Häufige Erkrankungen im Atemwegsbereich werden aus der Sicht der chinesischen Medizin behandelt. Patienten mit Erkrankungen wie Sinusitis, Bronchitis oder Erkältungskrankheiten werden vorgestellt. Chronische Atemwegserkrankungen werden in ihrer Genese erörtert, in ihrer Diagnostik besprochen und in ihrer Therapie ausgebreitet. Auch auf die Entstehung tumoröser Erkrankungen wird aus Sicht der chinesischen Medizin eingegangen.  

PÄDIATRIE
Die häufigsten Krankheitsbilder beim Kind kommen hier zur Sprache. So werden hier die Infektionserkrankungen des Kindes, die typischen Kinderkrankheiten, wie Masern, Mumps, Windpocken, etc. aber auch die korrekte Ernährung des Kindes aus chinesischer Sicht beleuchtet. Die Entwicklungsphysiologie sowie die häufigsten Entgleisungen und ihre klinische Relevanz werden besprochen. Magen-Darm-Störungen, pulmonale Störungen, allergische Erscheinungsbilder, Neurodermitis, etc. kommen ebenfalls zu Darstellung.  

GYNÄKOLOGIE
Blutungsstörungen sowie Schmerzsyndrome im Zusammenhang mit der weiblichen Periode sind mit die häufigsten Krankheitsbildern in der Praxis. Die bekannten hormonellen Dysregulationen (sowohl bei den jüngeren Frauen als auch in Zeiten des Klimakteriums) werden aus chinesischer Sicht physiologisch, klinisch und schliesslich in ihrem therapeutischen Ansatz genau erörtert. Wichtige Themen der Gynäkologie wie Sterilität, Kinderwunsch oder auch Störungen in der Geburtshilfe werden entsprechend der klinischen Relevanz erläutert. 

KLINIK DER SOMATOTOPIEN I
In Vorbereitung.

KLINIK DER SOMATOTOPIEN II
In Vorbereitung.


Fortbildung

In Vorbereitung, z. B.

KLINISCHE ANDWENDUNG DER CHINESISCHEN MEDIZIN (nur für Mediziner)
PRAXISSEMINAR (3-4 TAGE): Konkrete klinische Krankheitsbilder werden zu Beginn theoretisch erörtert. Anschliessend wird an ausgewählten Patienten das klinische Erscheinungsbild vorgestellt, gemeinsam die Diagnose erarbeitet und - ebenfalls in gemeinschaftlicher Arbeit - die Theorie entworfen. An zwei Nachmittagen wird zusätzlich Qigong angeboten.

KLINISCHE WOCHE (6 TAGE): Eine Arbeitsgruppe widmet sich in dieser Woche sehr intensiv ausgewählten Aspekten der chinesischen Medizin und erarbeitet an Falldarstellungen und an Patienten die spezifische Diagnostik und Therapie. In der Regel werden zwei grössere Themen bearbeitet, ein mehr theoretisch-systematisches und ein praktisch-klinisches. Jeden Tag werden Patienten vorgestellt, an denen die Diagnosetechnik, der Therapieentwurf und bestimmte Behandlungstechniken eingeübt werden.

© IMF


Hinweis

Da die Lehrinhalte der Ausbildung in der Schweiz und
Deutschland identisch sind, werden entsprechende Seminarbesuche in Deutschland anerkannt.
Nähere Angaben erhalten Sie bei

Kurstermine / Kursorte

Info / Anmeldung
    

Weitere Fachinformationen finden Sie unter

Grundlagen

Publikationen / Fachliteratur / Fachzeitschriften

zurück zum Anfang